Zeit des Loslassens

Nun beginnt der Herbst. Die Zeit des Loslassens.
Ein Grund warum ich diese Jahreszeit nicht so gerne mag. Den Sommer, die warmen Tage mit viel Sonnenschein, Barfußlaufen, wenig Klamotten, Abenteuer und Freiheitsgefühle loszulassen und zu wissen, dass die Tage wieder kürzer und dunkler werden, ist für mich immer schwer.
Vielleicht kommt mir das jetzt nicht nur in den Sinn, weil ich gerade die letzten warmen Tage genieße, sondern auch weil ich gerade in der Herbst-Phase meines Zyklus bin.

Die zweite Zyklushälfte, die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung wird dem Herbst und dem abnehmenden Mond zugeordnet. Die Hormone sortieren sich neu und die Gefühle verändern sich. Es kommt die Zeit des Loslassens.

Für mich ist diese Veränderung manchmal schwierig. Von einem Tag auf den anderen kann sich Lustlosigkeit breit machen und die Motivation verschwinden. Ich möchte gerne an der Aktivität und Intensität der Eisprungzeit (Sommerzeit) festhalten, aber das funktioniert nicht, sondern wirkt sich gegenteilig aus und es entsteht Druck.

So wie ich es üben möchte den Sommer loszulassen und die schönen Momente des Herbst zu sehen…

Die kühle Luft bei einem Waldspaziergang am Morgen, die Blätter, die wieder bunter werden, mit einem schönen Kaffee (bei mir derzeit Lupinenkaffee 😉) und dem Lieblingsschlabberpulli einkuscheln und Serien schauen etc…
… möchte ich auch in meinem Zyklus die Herbstzeit annehmen lernen.

Wie ist das bei dir? Nimmst du deine Zyklusphasen wahr und kannst gut nach ihnen leben? Freust du dich auf den Herbst?

Deine Weiblichkeit zu leben, heißt auch dich als zyklisches Wesen anzunehmen

Deine Weiblichkeit zu leben, heißt auch dich als zyklisches Wesen anzunehmen. Zu verstehen und zu akzeptieren, dass du nicht jeden Tag die gleiche Leistung bringen kannst, oder jeden Tag gut gelaunt bist.

Es ist unglaublich was unser System leistet. Wir durchlaufen immer wieder diesen Zyklus und die Wellen gehen hoch und runter. Manchmal bist du überfordert und weißt gar nicht warum, während du an anderen Tagen absolut im Flow bist, alles so leicht von der Hand geht und dein Energielevel bei hundert Prozent ist.

Es ist immer wieder eine Herausforderung damit umzugehen.
Das wichtigste dabei ist Achtsamkeit dir selbst gegenüber. Geh sanft mit dir um und mach dich nicht fertig.
Gib dich hin und folge dem Flow, auch wenn das bedeutet, dass du heute weniger leisten kannst und mehr Ruhe brauchst. Gib dich dem hin und übe dich darin dich selbst damit anzunehmen.

Du darfst auch mal schwach sein, du darfst dich entspannen und genießen, du darfst dich ausruhen und nach innen gehen. Du darfst deine Weiblichkeit leben und deinem Zyklus folgen.

Verbinde dich mit Mutter Erde

Fühlst du dich auch so frei und geborgen, wenn du in Berührung mit Mutter Erde bist? Die Erde zu spüren gibt so viel Energie, Kraft, Vertrauen und Geborgenheit.

Wenn du deine weibliche Seite stärken willst, dich mit weiblicher Energie umgeben willst, dann geh in die Natur und verbinde dich mit Mutter Erde. Berühre einen Baum, streichle die Blätter, laufe barfuß, sei einfach präsent ohne großartig etwas zu tun.

Ich mache das regelmäßig und es tut so gut. Es bringt mich mehr zu mir selbst und lässt mich wieder in mir ankommen.

Foto: Möllendorf-Foto

Stress dich nicht mit To-Do Listen. Tue weniger und dafür mit Hingabe!

Kennst du diese Tage, an denen du so viel auf deiner To-Do Liste hast und gar nicht weißt wo du anfangen sollst? Oder wenn du ein neues Projekt angehst, was dich begeistert und du so ungeduldig bist und es am liebsten schon fertig vollendet haben willst?

Ich kenne das sehr gut und neige in solchen Momenten dazu mich zu überfordern, weil ich zu viel machen will, zu schnell sein will…

Ich merke wie wichtig es gerade ist mich an das weibliche Prinzip zu erinnern. Weibliche Energie bringt Ruhe und Langsamkeit, Achtsamkeit, weniger Aktion und mehr Ausgewogenheit in den Dingen, die ich tue. Es fühlt sich im ersten Moment komisch, doch nach und nach viel besser an, weniger von meinen To-Do Listen abzuarbeiten und diese Dinge dafür mit Hingabe zu tun, in dem Wissen, dass auch morgen noch ein Tag ist.

Die Kreativität der Frau

(Foto: pixabay.com)

„Wenn die Kreativität der Frau als Prozess verstanden wird, der ihre Lebenserfahrung und wahre Wesensnatur widerspiegelt, erstreckt sich die Definition von „Kunst“ als kreatives Produkt nicht nur auf ein paar abstrakte Gemälde in einer teuren Galerie, sondern umfasst alle Aspekte des Lebens und der Fähigkeiten einer Frau. „Kunst“ ist so gesehen alles, worin sich die kreativen weiblichen Energien äußern.“

(aus Roter Mond von Miranda Gray)