Körperbewusstsein und Weiblichkeit Teil 2 ~ Tanzen

Was für eine Reise…
Tanzend in Ektase
Immer mehr in tiefe Freiheit
Komplett im Augenblick
Kraftvoll, sinnlich, losgelöst
Alles verschwindet
Außer der pulsierenden Energie
Unbeschreiblich intensiv
spüre ich meine Essenz
Die Tiefe meiner Seele
Die Reinheit, Göttlichkeit,
Unverwundbarkeit
Nicht mit Worten zu beschreiben…

Diese Worte waren vor ein paar Monaten ein Versuch ein intensives Erlebnis in Worte zu fassen, was kaum möglich war, weil es dafür eigentlich keine Worte gab.
Ich war an dem Abend bei einer Kakaozeremonie mit anschließendem Ecstatic Dance. Ich weiß nicht, ob es an dem Kakao lag, oder ob die Veranstaltung einfach gut gestaltet war, aber ich empfand das Tanzen unglaublich intensiv. So intensiv wie an diesem Abend hatte ich das noch nie erlebt.
Ich war wie in einer anderen Welt, saugte die Musik auf und schaffte es mich dem Moment absolut hinzugeben. Nicht mehr darüber nachzudenken wie ich mich bewege, wie die anderen sich bewegten, es war alles unwichtig. Ich war komplett bei mir und total losgelöst und frei von Hemmungen. So frei hatte ich mich noch nie bewegt. Es war ein ekstatischer Moment, in dem ich meinen wahren Kern, meine Essenz, die tiefe meiner Seele und meine Göttlichkeit spürte. Das Gefühl war unbeschreiblich, vollkommen, rein, tief. Als wären all die Schichten an Glaubenssätzen und Mustern nicht vorhanden. Keine Verletzungen, kein Trauma, keine Ängste. Als wäre ich einfach nur ein strahlendes lichtvolles Wesen, das komplett frei ist.

In meinen Bewegungen fühlte ich mich sehr weiblich, fließend, hingebungsvoll, tief verbunden mit mir und meinem Körper.
Genau deshalb erzähle ich dir davon. Denn Tanzen gehört schon lange zu meinen absoluten Lieblingsaktivitäten, die mir helfen mich weiblich zu fühlen. Wobei dieses Erlebnis doch ein ganz besonderes war.

Tanzen hilft mir den Kopf auszuschalten, in den Körper zu kommen und mich zu spüren. Die Bewegungen zu spüren wie sie mit der Musik fließen, rumzuspringen und Emotionen rauszuschütteln und mich frei zu fühlen.

Jedoch war und ist es nach wie vor ein Prozess mich so frei zu bewegen wie es gerade aus mir kommt, ohne Scham, ohne darüber nachzudenken wie es wohl aussieht. Ich erinnere mich daran wie ich die ersten Male bei Barfusstanz oder Ecstatic Dance Veranstaltungen war. Wie steif und verkrampft ich mich fühlte, wie gehemmt und verschlossen. Solche Veranstaltungen sind jedoch der beste Ort, um all das abzulegen. Denn dort ist jeder eingeladen frei zu sein, so zu sein wie er ist. Dort fühle ich ich mich angenommen und zuhause.

Mittlerweile bewege ich mich sehr frei und wie ich es möchte. Und merke auch, dass ich mich immer mehr bewusst weiblich, sinnlich und sexy bewege. In diesem sicheren Raum, wo Menschen sich herzlich und bewusst begegnen fühle ich mich auch sehr wohl dabei.

Tanzen ist also ebenfalls eine super Möglichkeit seine Weiblichkeit zu stärken und das Körpergefühl zu verbessern.

Körperbewusstsein und Weiblichkeit Teil 1 ~ NFP

In dieser Reihe von Blogbeiträgen möchte ich dir von ein paar Erfahrungen, Erlebnissen und Gedanken erzählen, die mir geholfen haben bzw. immer noch helfen mein Körperbewusstsein zu verbessern und meine Weiblichkeit zu stärken. Vielleicht kann ich dich inspirieren das ein oder andere ebenfalls auszuprobieren und dich selbst zu erforschen.

Weiblichkeit bedeutet für jeden etwas anderes. Ich habe gemerkt, dass ich dem Thema besonders über meinen Körper näher kommen kann.
Denn es gab eine Zeit, in der ich mich sehr von meinem Körper getrennt hatte und gar keine richtige Verbindung mehr spürbar war. Ein großer Teil von mir selbst hatte sich zu dieser Zeit extrem zurückgezogen und versteckt. Eine Strategie, um irgendwie mit der Welt klar zu kommen. Der Nachteil davon war, dass ich mich selbst nicht mehr gespürt habe und weit davon entfernt war wirklich zu leben bzw. mich kraftvoll in meiner Weiblichkeit zu fühlen.

Auf dieser Reise zu mir selbst begegnete mir vor etwa vier einhalb Jahren NFP (natürliche Familienplanung), also die symptothermale Methode zur Verhütung bzw. Familienplanung.
Diese Methode ist bei richtiger Anwendung genauso sicher wie die Pille – was auch meine bisherige persönliche Erfahrungen damit bestätigt – und zudem absolut natürlich und frei von Nebenwirkungen.
Man beobachtet verschiedene Symptome des Körpers – hauptsächlich Temperatur und Zervixschleim, dokumentiert diese und kann schließlich nach bestimmten Regeln feststellen wann der Eisprung erfolgt ist und ein ungeschützter Geschlechtsverkehr sicher ist – um es mal ganz kurz runterzubrechen wie die Methode funktioniert.
(Für weitere Infos, schau gern auf folgender Seite vorbei. Über einen Onlinekurs der Inhaber dieser Webseite habe ich damals auch NFP gelernt: https://trainyabrain-blog.com/fruchtbare-tage-bestimmen/nfp/)

Der Nebeneffekt des Ganzen ist, dass ich meinen Körper und meinen Zyklus, seitdem ich angefangen habe diese Methode zu praktizieren, erst mal so richtig kennengelernt habe. Durch die Beobachtung der Symptome meines Körpers schenkte ich ihm so viel Aufmerksamkeit wie lange nicht mehr und habe mit der Zeit ein neues Wissen darüber entwickelt wie mein Körper und mein Zyklus „funktionieren“, was ihm gut tut und was nicht. Dass sehr viel mehr normal und natürlich ist, als ich vorher dachte. Und auch, dass mein Körper keine Maschine ist, sondern seinen eigenen Regeln folgt und dass ich ihm bzw. meinem Gefühl für meinen Körper vertrauen kann. Der Körper ist Natur und genauso wie die Natur ist der Körper sehr intelligent, zu erstaunlichen Dingen fähig und ein echtes Geschenkt.

NFP war unter anderem eine der wichtigsten Dinge, die mir über die Jahre geholfen haben die Verbindung zu meinem Körper wieder aufzubauen.
Auch meine Weiblichkeit wurde dadurch gestärkt. Denn Frauen waren schon immer Heilende, Wissende und Erschaffende, die mit den Kräften der Natur und der Großen Göttin in Verbindung standen. Sie waren Hexen, Seherinnen, Beraterinnen und hatten ein großes Wissen über Pflanzen und Kräuter – die Heilkunst war Frauen in die Wiege gelegt.
Das Wissen über die Phasen meines Zyklus zu haben und beobachten zu können wie ich mich verändere, gibt mir ein Gefühl diesem alten Wissen, Fähigkeiten und der Energie der Ahnen näher zu kommen.

Zudem kann mein Leben zyklisch gestalten und Achtsamkeit und Verständnis gegenüber mir und meinem Körper entwickeln. Denn ich weiß wie viel an Befindlichkeiten, Stimmungen, Produktivität etc. durch meinen Zyklus und die Hormone beeinflusst wird.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dir NFP sehr empfehlen kann, um näher in Kontakt mit dir, deinem Körper bzw. deinem Zyklus zu kommen – egal ob zur Verhütung oder einfach, um dich besser kennen zu lernen und das alte Wissen der Ahnen in dir zu stärken.

Zeit des Loslassens

Nun beginnt der Herbst. Die Zeit des Loslassens.
Ein Grund warum ich diese Jahreszeit nicht so gerne mag. Den Sommer, die warmen Tage mit viel Sonnenschein, Barfußlaufen, wenig Klamotten, Abenteuer und Freiheitsgefühle loszulassen und zu wissen, dass die Tage wieder kürzer und dunkler werden, ist für mich immer schwer.
Vielleicht kommt mir das jetzt nicht nur in den Sinn, weil ich gerade die letzten warmen Tage genieße, sondern auch weil ich gerade in der Herbst-Phase meines Zyklus bin.

Die zweite Zyklushälfte, die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung wird dem Herbst und dem abnehmenden Mond zugeordnet. Die Hormone sortieren sich neu und die Gefühle verändern sich. Es kommt die Zeit des Loslassens.

Für mich ist diese Veränderung manchmal schwierig. Von einem Tag auf den anderen kann sich Lustlosigkeit breit machen und die Motivation verschwinden. Ich möchte gerne an der Aktivität und Intensität der Eisprungzeit (Sommerzeit) festhalten, aber das funktioniert nicht, sondern wirkt sich gegenteilig aus und es entsteht Druck.

So wie ich es üben möchte den Sommer loszulassen und die schönen Momente des Herbst zu sehen…

Die kühle Luft bei einem Waldspaziergang am Morgen, die Blätter, die wieder bunter werden, mit einem schönen Kaffee (bei mir derzeit Lupinenkaffee 😉) und dem Lieblingsschlabberpulli einkuscheln und Serien schauen etc…
… möchte ich auch in meinem Zyklus die Herbstzeit annehmen lernen.

Wie ist das bei dir? Nimmst du deine Zyklusphasen wahr und kannst gut nach ihnen leben? Freust du dich auf den Herbst?